Seychellen - Mahé August 2025

Seychellen - Mahé August 2025
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Tag 1&2 Anreise

"Die Koffer sind gepackt, die Vorfreude ist riesig: Es geht auf die Seychellen! Wie immer trennt mich vom Paradies noch ein kleiner Reisemarathon. Das Abenteuer startete gerade am Leipziger Hauptbahnhof. Über Eisenach führt uns der Weg zunächst nach Düsseldorf, wo um 15:25 Uhr der Flieger gen Sonne abheben soll. Drücken wir die Daumen, dass der Zeitplan hält! Bis dahin genieße ich noch die letzte Portion 'Deutsche Bahn-Romantik' zwischen Straßenbahn und Bahnhofs-Trubel. 😉

"Auf die Deutsche Bahn ist Verlass"?? 🤔 Leider nein. Nachdem ich mit leichten Verspätungen schon das erste 'Abenteuer' auf Schienen hatte, folgt jetzt der Endgegner: Düsseldorfer Hauptbahnhof, nichts geht mehr.

Der Zug steht, die Durchsagen sind vage, aber das Gerücht hält sich hartnäckig: Es brennt auf der Strecke. Jetzt blicke ich aus dem Fenster auf eine Schlange an Zügen, die sich bis in den Bahnhof staut – quasi das komplette DB-Sortiment auf einen Blick. Während die anderen Passagiere sich gegenseitig die Köpfe heiß reden, versuche ich die Ruhe zu bewahren und die Situation mit einem sarkastischen Lächeln zu nehmen. Die 15:25 Uhr rückt näher. Ich bin gespannt, wie ich es aus diesem Bahn-Dilemma herausschaffe.

Na gut der großzügige Puffer bis zum Abflug lässt mich jetzt noch nicht nervös werden.

Zeitsprung, nachdem niemand sagen konnte ob und wann es weitergeht, habe ich mich doch mal nach einer Alternative umgesehen. Mit der S-Bahn ging es dann in knapp 10 Minuten zum Flughafen. Gepäck ist abgegeben (nur 22,2kg 😉). Durch die Sicherheitskontrolle ging es aufgrund neuer Scantechnik auch sehr schnell. Gleich geht's zum Boarding. Flug bis Doha ca. 6:30h.

Doha, here I am! Der Flug war extrem angenehm, keine nennenswerten Turbulenzen und knapp sechs Stunden Flugzeit vergingen wie im Flug (😉). Erster Etappensieg geschafft.

Der Flieger war nicht voll und ich hatte eine Reihe komplett für mich und konnte mich gut ausbreiten. Wer braucht schon Business. 🥸 Und ja, das ist mein glückliches Gesicht. Besser wird's nicht. 🫣😄

Weiter geht es in Doha leider erst 2:50 Uhr. Also heißt es nochmal knapp 3h bis zum Boarding überbrücken. Im kleinen Wald hier kann man sich aber gut entspannen.

Pünktlich gestartet, der Flieger ziemlich gut gefüllt. Trotz der nur knapp 4:30h kam der Flug mir ewig vor. Die Landung war aufgrund des starken Windes etwas ruppig. Der Flughafen ist klein aber gut organisiert. Nach knapp 30 Minuten waren Immigration und Koffer holen erledigt. Kurz noch die vorher bestellte SIM abgeholt (ich empfehle die SIM gleich bei der Einreisegenehmigung mit zu kaufen, ist mit Abstand das günstigste ca. 25€) und dann rein in den Bus zum Hotel. Transfer ca. 30 Minuten. Ganz schön bergig die Insel aber Verkehr scheint in Ordnung zu sein, mal sehen wie das eigene Fahren wird.

Check-in im Hotel problemlos, leider ist mein Zimmer erst ab 14 Uhr fertig. Da ich aber wieder damit gerechnet habe, hatte ich eine Badehose im Handgepäck aber leider keine Sonnencreme, was sich abends noch als mein Verhängnis herausstellen sollte. 🫩

Also kurz mal zum Strand und dann an den Pool. Echt schön hier.

Pünktlich 14 Uhr konnte das Zimmer bezogen werden, sehr groß und sehr schick mit Blick in den Garten und seitlichem Meerblick. Bin übrigens im Savoy Seychelles Resort & Spa untergebracht.

Also erstmal unter die Dusche...beim Blick in den Spiegel kam die Ernüchterung. Trotz bewölktem Himmel und Sonnenschirm hatte ich mir einen heftigen Sonnenbrand zugezogen. Hier kann man es gut sehen. Rücken, Bauch und Oberschenkel sehen noch schlimmer aus.

Naja, also kalt duschen, dick mit Aloe Vera eincremen und das Beste hoffen. 🥴

Nach einem erholsamen Nickerchen ging es nochmal zu einem Spaziergang am Strand, eine Kleinigkeit essen, Geld tauschen und was zum Trinken kaufen. Das Örtchen hier ist ziemlich klein, soweit ich gesehen habe gibt es hier aber einige Restaurants. Die gilt es in den nächsten Tagen mal auszuprobieren.

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Tag 3

Oh man, was für eine Nacht. Der Körper brennt. Seitlich liegen geht, andere Schlafstellungen sind schwierig. 😵‍💫 Erstmal ne kalte Dusche und dann zum Frühstück. Tolle Auswahl. Ziemlich viele Leute aber das war bei der Hotelgröße zu erwarten. Vielleicht gehe ich morgen mal eine Stunde früher. 🤔

Ansonsten gibt es von dem Tag nicht viel zu erzählen. Zum Glück ist das Wetter gerade nicht so gut, bewölkt, windig und ab und zu Regen. So konnte ich einen kleinen Spaziergang am Strand machen. Den Rest des Tages habe ich im Schatten auf dem Balkon verbracht und gelesen.

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Tag 4

Langsam wird der Sonnenbrand besser. Allerdings knallt die Sonne heute ziemlich, so dass ich mich mit Strand oder Pool noch zurück halte. Irgendwie auch mal schön nichts zu tun und nirgendwo hin zu müssen. 😀

Für einen Strandspaziergang inklusive Sonnenuntergang hat es aber dennoch gereicht. Nachdem die Sonne weg ist, ist auch Baden im Meer angesagt. Ich würde schätzen irgendwas um die 27° sehr angenehm. Der Beau Vallon Beach ist echt wunderschön.

Sobald es abends wird sind hier am Strand auch die Flughunde aktiv.

Abends wollte ich noch in einem Restaurant was essen gehen. Leider war so ziemlich alles voll. Hatte mich schon gewundert warum bei vielen was von Reservierung dran steht. Egal, morgen gehe ich zeitiger hin. So wurde es dann Chicken and Chips aus einem der Take away. Das sind die günstigeren Alternativen zum den Restaurants hier. Ähnlich den Street Food Läden in Thailand oder den Warungs auf Bali.

Das Hähnchen mit Pommes hat 75 Seychellen-Rupien (SCR) gekostet (~5€). Eine Pizza oder ein Burger kosten meistens um die 150 SCR ( ca. 10€). Günstiger als im Restaurant, hier schlagen mindestens 250 SCR (ca. 17€) zu Buche. Also die Preise sind stark mit Deutschland zu vergleichen.

So, das war es mir dem Tag. Morgen geht es in die Planung für die kommende Woche.

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Tag 5

Das leidige Thema Sonnenbrand hat mich weiter im Griff, auch wenn es erheblich besser geworden ist. Na gut, also heute nochmal schönen und an den Strand nur mit T-Shirt.

Aber die nächste Woche kann man schon mal planen. So sieht der Plan aus:

  • Donnerstag geht es in den Saint-Anne Marine Park und
  • Samstag geht es zu den beiden bekannten Inseln Praslin und La Digue
  • zusätzlich leihe ich mir morgen ein Auto für drei Tage aus, ist das beste Fortbewegungsmittel hier auf der Insel.

Und was macht man, wenn man nicht in die Sonne kann? Man geht bei 30° ins Fitnessstudio. 😄 10 Minuten Laufen, 30 Minuten Radfahren und noch ein paar Geräte. Sage und schreibe fast 250 kcal verbrannt.

Ich sehe den Burger schon vor meinem inneren Auge, mit dem ich mir das heute Abend doppelt drauf futtere und mal sehen vielleicht gibt es zur Belohnung noch ein Eis. 😋

Direkt neben meinem Hotel war heute eine politische Veranstaltung. Habe kein Wort verstanden, klang aber nach dem üblichen Politikergeschwätz. 😉

Aber das Essen an den Stände drumherum war lecker. Also einmal Burger mit Pommes. Auf des Eis verzichte ich heute mal...wegen der Kalorien... 🫣😂

Und das war es dann für heute, mal sehen was es morgen für ein Auto wird.

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Tag 6

Da ist das Baby:

Mist, die haben das Lenkrad auf der falschen Seite eingebaut. 🤔

Preis des Autos 3087 SCR (ca. 180€) für drei Tage, inkl. Versicherung und Hol- und Bringservice ins Hotel. Das Auto hat einige Kratzer und Beulen (warum werde ich bei der ersten Fahrt noch feststellen) ist aber sonst in einem guten Zustand und hat zum Glück eine Automatik. Zur Eingewöhnung an den Linksverkehr und das auf der rechten Seite sitzen heute nur eine kurze Strecke zu einem Wanderweg Richtung Süden. Die Route sieht so aus:

Nach nur rund 5km ist das Zeil erreicht. Der Anse Major Trail. Wurde mir empfohlen, da sich am Ende des Weges ein sehr schöner Strand befindet. Eintritt 150 SCR (ca. 8€).

Auto fahren auf den Seychellen

Bevor es mit dem Bericht weiter geht, hier gleich mal ein paar Hinweise und Eindrücke zum Autofahren auf den Seychellen. Zum Fahren reicht der normale Führerschein. Die Straßen sind so lala. Da die Insel sehr bergig ist, hat man es oft mit starken Steigungen und spitzen Kurven zu tun. Oft sind die Straßen so eng, dass nur ein Auto durch passt. Durch das Sitzen auf der anderen Seite hatte ich die ganze Zeit Probleme den richtigen Abstand nach Links einzuhalten. Das Problem dabei ist, dass sich neben der Straße oft ein tiefer Entwässerungsgraben oder gleich der Abgrund befindet, wo es gerne mal 5-10m heruntergehen kann - Leitplanken? Mangelware. 🫣

Aber gut, die meisten fahren hier ziemlich entspannt und die max. Geschwindigkeit ist auch meistens 40km/h. Trotzdem bin ich jedes Mal heilfroh, wenn mir auf den schmalen Abschnitten keiner entgegenkommt oder ich mein Ziel erreicht habe.

Der Wanderweg führt viel Berg hoch und runter, ist aber echt schön. Teilweise geht es durch den Dschungel aber auch durch sonnige Abschnitte. Insgesamt nicht ohne, mir lief ordentlich der Schweiß. 🥵

Am Ende des Weges wird man mit einem kleinen aber schönen Strand belohnt. An einer kleinen Bar kann man was trinken und auf die Toilette gehen. Nach eine knappen Stunde heißt es ab auf den Rückweg, der genauso anstrengend war wie der Hinweg. 😉 Insgesamt hat es sich aber gelohnt.

Anschließend heißt es ab nach Hause und was zum Essen suchen. Nach dem Ausflug knurrt ganz schön der Magen.

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Tag 7

Heute soll es zum Morne Blanc Trail gehen. Knapp 10km quer durchs Gebirge geht es - das sollte in 30 Minuten zu schaffen sein. Der gesamte Weg für den Tag sieht so aus:

Der Morne Blanc Wanderweg führt auf eine Aussichtsplattform auf einem der höchsten Berge hier auf Mahe. Knapp 660 Höhenmeter geht es steil nach oben.

Der Weg ist mit "schwer" gekennzeichnet aber papperlapapp sooo schlimm kann es schon nicht werden... 💪🏻 Spoiler, doch kann es... 🫩😂

Der Weg nach oben ist ziemlich herausfordernd. Ich muss schon fertig ausgesehen haben, da ein paar Leute, die von oben kamen, mich gefragt haben, ob ich in Ordnung bin. "Ja man, ich sehe immer so aus, wenn ich bei 30° auf nen Berg steige..." 😅 Nee, fand ich eigentlich ganz nett, dass gefragt wurde...

Bis hoch habe ich knapp eine Stunde gebraucht (diverse Pausen eingerechnet). Aber hier der Beweis 🫵🏻, so schlimm sehe ich gar nicht aus (Selfi-Profi werde ich in diesem Leben nicht mehr 🤔):

Der Aufstieg hat sich auf jeden Fall gelohnt, der Ausblick ist phantastisch.

Ich hatte ziemliches Glück, Minuten später war der Aussichtspunkt in Wolken gehüllt.

Für den Weg runter habe ich knapp 30 Minuten gebraucht und es war nicht halb so anstrengend wie hoch. Aufpassen musste man trotzdem sehr.

Auf dem Weg nach Hause sollte es noch einen kurzen Abstecher zu einem Strand gehen, den man von oben gesehen hat. Baden war aber leider aufgrund des starken Windes und hohen Wellenganges nicht möglich. Krass wie unterschiedlich der Wind hier auf der Insel weht, am Beau Vallon Beach ist das Meer recht ruhig.

Der Rückweg ist laut Google Maps am besten direkt durch die Hauptstadt Victoria. Na dann mal los. 😉 Hier ist schon mehr Verkehr, die Straßen sind aber auch besser ausgebaut. So dauerte die Rückfahrt auch nicht lange und nach rund 40 Minuten war ich wieder im Hotel. Abends noch was zum Essen beschaffen. Morgen ist der letzte Tag mit dem Auto und eine Strandtour geplant.

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Tag 8

Nach einem ausgiebigen Frühstück, die Auswahl hier ist echt riesig -das hier ist allein das Brot und Kuchen Buffet- soll es losgehen.

Allerdings scheint mir das Wetter einen Strich durch die Rechnung zu machen. Es nieselt und ist ziemlich windig. Naja erstmal losmachen vielleicht wird es ja unterwegs besser...

Okay, wurde es leider nicht. An den Ständen, die ich angefahren habe, war meistens hoher Wellengang. An Baden konnte man hier nicht denken. Mit dem Beau Vallon Beach scheine ich von der Lage her echt Glück zu haben, trotz Wind ist das Meer immer ziemlich ruhig.

Naja, von einer kompletten Inselumrundung ist es dann nur der Norden geworden, inkl. nochmal quer durch Victoria. Mittlerweile hat man sich ganz gut ans Fahren gewöhnt. So sah die Tour aus.

Abends noch tanken, der Sprit ist mit 25 SCR pro Liter (ca. 1,56€) nur ein bisschen günstiger als in Deutschland. Den Autoschlüssel an der Rezeption hinterlegt, da es morgen auf einen Ausflug geht. Der Verleiher holt sich das Auto dann morgen früh ab.

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Tag 9

Mit neuer Haut - ja, ich habe mich durch den Sonnenbrand einmal komplett, wie eine Schlange 🐍, gehäutet geht es heute auf einen Ausflug. 8:45 Uhr ist die Abholung im Hotel, eine sehr vernünftige Zeit. So kann ich noch in Ruhe frühstücken. 😋

Mit dem Bus geht es dann in 30 Minuten zu einer Anlegestelle und von dort auf einen großen Katamaran.

Ich schätze wir sind so 40 Leute. Bisher scheint alles sehr gut organisiert, auch die Kommunikation vorher über WhatsApp war sehr gut. Ziel ist der Saint-Anne Marine National Park. Dieser besteht aus 6 Insel. Ein paar bewohnt, viele nicht. Auf einigen haben sich Luxus-Hotels angesiedelt. Und auf einer der Insel soll es mal ein Gefängnis gegeben haben. Da man aber bei Ebbe recht einfach auf die Nachbarinsel laufen konnte hat man festgestellt, dass das vielleicht nicht der beste Ort dafür ist. Ein Hotel, was sich einige Jahre später angesiedelt hat ist wenig später pleite gegangen. Die Ruinen konnte man noch gut vom Weiten sehen.

In knapp 45 Minuten geht es zum ersten Schnorchelspot. Das Wetter ist leider nicht das beste. Der Himmel ist bewölkt und es nieselt leicht. Das Meer war aber ziemlich ruhig. Beim schnorcheln hat man zwar sehr viele unterschiedliche Fische aber kaum Korallen gesehen. Vieles war leider kaputt oder tot. Nach einer knappen Stunde geht es weiter zum Hauptziel des Ausfluges und zwar auf die Moyenne Insel.

Diese beherbergt eines der größten Schutzgebiete für Landschildkröten auf der Erde und hat eine abwechslungsreiche Geschicht und viele Besitzer hinter sich.

Wer mehr über die interessante Geschichte der Insel erfahren möchte, dem empfehle ich folgenden Wikipedia Artikel.

Der letzte Besitzer war Brendon Grimshaw, der sie für ein paar tausend Pfund kaufte und mit mehr als 16000 Bäumen aufforstete, nachdem die Insel während der Kolonialzeit fast vollständig abgeholzt wurde.

Er lebte bis zu seinem Tod 2012 auf der Insel und fand seine letzte Ruhestätte auch dort. Seither ist die Insel nicht mehr durchgehend bewohnt.

Heute ist die Insel dicht bewaldet und man kann über mehrere Wege dort Wandern gehen.

Auch Piraten haben die Insel genutzt und so gibt es die Legende, dass hier noch ein wertvoller Schatz vergraben sein soll. Grimshaw hat zwar danach gesucht aber nie etwas gefunden. Es leben heute auch ca. 100 Landschildkröten auf der Insel. Diese scheinen es zu mögen, wenn man sie am Hals krault. 😉

Nach einem ausgiebigen Mittagessen auf der Insel, mit einem sehr leckerem gegrillten Fisch soll es zum zweiten Schnorchelspot des Tages gehen. Inzwischen ist das Wetter besser geworden.

Der Spot ähnelte dem ersten. Viele Fische aber auch viele tote Korallen. Daher gibt es davon auch keine Fotos oder Videos, hat sich nicht gelohnt.

In ca. 40 Minuten ging es mit dem Katamaran zurück zum Ablegesteg und in weiteren 20 Minuten waren wir wieder im Hotel. Es war trotz des durchwachsenen Wetters ein toller und interessanter Tag. Das Boot war Klasse und die Crew total nett und hervorragend organisiert. 👍 (Kosten: ca. 112€).

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Tag 10

Freitag, das Wetter ist Bombe, der Sonnenbrand so gut wie vergessen. Daher habe ich mir heute einen längeren Strandspaziergang vorgenommen. Ansonsten heißt es bisschen sonnen und die eine oder andere Seite lesen.

Der Strand ist echt wunderschön. Richtung Norden findet man auch die typischen Steinformationen, wie man sie von Seychellen-Fotos kennt. Postkartenmotive. 😀

Abends noch den tollen Sonnenuntergang genossen.

Und auch meine Selfis werden immer besser. 😂

Arbeitsschutz wird auch auf den Seychellen groß geschrieben (auch wenn es auf den Baustellen dann ganz anders aussieht). Sollte meine Firma hier eine Außenstelle aufmachen, würde ich mich ganz uneigennützig bereiterklären die Leitung zu übernehmen. 😋

Heute geht es zeitiger ins Bett, morgen heißt es früh aufstehen, da es zum zweiten Ausflug geht.

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Tag 11

Ohje, 4:50 Uhr klingelt der Wecker. 🫩 6:15 Uhr ist Abholung im Hotel. Es geht zu den beiden Inseln Praslin (das "S" wird übrigens nicht ausgesprochen) und La Digue. Da die Überfahrt mit dem Schnellboot recht ruppig werden kann, wurde mir empfohlen wenigstens noch eine Kleinigkeit zu essen - ist wohl besser für den Magen. 🤢😉

Mit dem Bus ging es pünktlich in rund 30 Minuten zum Bootsanleger. Dort warteten schon ca. 30 Leute. Kurz noch den Ausflug bezahlen (168€) und dann ging es aufs Boot.

Die Überfahrt nach Praslin soll ungefähr 1:10h dauern. Bei der Sicherheitseinweisung wurde besonders auf die Kotztüten hingewiesen... 🤔

Und dann ging die Fahrt los. Obwohl ich eher nicht für Seekrank anfällig bin und das Meer verhältnismäßig ruhig war, schaukelte das Boot ziemlich heftig und mir wurde ein bisschen schwummerig. Aber mit immer schön aus dem Fenster sehen und den Horizont fixieren ging alles gut. 😇 Ein junger Mann hatte nicht soviel Glück, das Ziel war schon in Sichtweite, trotzdem musste ein Beutel her. Naja passiert halt.

Auf Praslin ging es mit dem Bus zu einer kurzen Besichtigung einer Kokosnuss-Ausstellung. Ganz interessant was es für Unterschiede zu den "normalen" Kokosnüssen gibt und noch viele Dinge über die Kokosnusspalmen. Zum Beispiel, dass es männliche und weibliche Pflanzen gibt und dass man erst nach vielen Jahren erkonnt welches Geschlecht die Pflanze hat. Die Palmenblätter brauchen bis zu einem Jahr bis sie sich vollständig geöffnet haben.

Nach einer knappen halben Stunde ging es dann weiter zu einem sehr schönen Strand, wo wir 1,5h zur freien Verfügung hatten.

Anschließend zurück aufs Boot die Überfahrt nach La Digue war in 20 Minuten erledigt. Eine echt schöne Insel. Das Hauptfortbewegungsmittel ist hier das Fahrrad. Hier ist mein Race-Bike. Besonders der Korb hat es mir angetan, vielleicht rüste ich meine Fahrrad Zuhause auch mit sowas aus. 🤔😅

Mit den Rädern ging es dann erstmal in ein kleines Restaurant zum Mittagessen. Und danach zum Anse Source d'Argent einem wirklich tollen Strand im Südwesten der Insel. La Digue ist nicht sehr groß, so dass man in 15 Minuten am Ziel war. Der Strand liegt in einem Nationalpark (150 SCR, ca. 9€) wo man sich einen alten Friedhof, eine Vanille-Plantage und eine alte Kokosnuss-Fabrik ansehen konnte. Ja, ein bisschen Kultur muss auch manchmal sein. 🤓

Der Strand besteht aus mehreren Abschnitten und ist echt wunderschön.

Die zwei Stunden, die man hier wieder frei nutzen konnte waren schon fast zu wenig, um alles zu sehen. Im Anschluss hieß es Fahrrad zurück bringen und ab zum Hafen. Die Rückfahrt sollte sehr ruppig werden - es wurden einige Tüten verteilt. 🤢 Mich als alten Seemann hat das aber kalt gelassen. 😇

Insgesamt ein toller Ausflug. Für La Digue sollten man aber mehr Zeit einplanen.

Pünktlich zum Sonnenuntergang waren wir wieder im Hotel. 😍 Morgen bricht schon der letzte Tag an. Schade, dass Urlaube immer so schnell vorbei sein müssen. 😔

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Tag 12

Heute passiert nicht mehr viel. Der Tag wird für Strand und Pool genutzt. Das Wetter ist hervorragend. Der Koffer wird schon mal ein bisschen gepackt.

Abends zum letzten Mal den tollen Sonnenuntergang hier genießen. Und mit einer Pizza und einem regionalem Bier den Abend ausklingen lassen.

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Tag 13&14 Heimreise

Mein Flieger geht erst abends um 19:30 Uhr. Zum Glück konnte ich im Hotel einen Late Checkout bekommen, sonst hätte ich schon 11 Uhr aus dem Zimmer raus gemusst. 50€ Aufpreis finde ich völlig in Ordnung. So konnte ich in Ruhe Frühstücken, noch einen kurzen Strandspaziergang machen und am Pool nochmal die Sonne genießen.

Pünktlich 16:30 Uhr geht's mit dem Taxi zum Flughafen. Check-in und Gepäck abgeben läuft völlig problemlos und der Flieger steht auch schon bereit.

Der Flieger startet 20 Minuten früher und mit zwei weinenden Augen sehen ich Mahe langsam in der Dunkelheit verschwinden. Es waren zwei tolle Wochen... 🥹

Der Flug nach Doha verging sehr schnell, ich hatte wieder eine Sitzreihe für mich alleine und konnte mich ausbreiten. Für die Strecke nach Düsseldorf geht es in der Business-Class weiter...bin schon gespannt. 😃 Boarding beginnt ab 1:35 Uhr.

Landung sollte dann gegen 7:35 Uhr sein und wenn mit der Bahn alles klappt bin ich kurz nach 15 Uhr wieder in Leipzig. Naja, schaunmer mal was wird... 😉

Seychellen: Ein Fazit zwischen Postkartenidylle und Reise-Realität

Selten ist es mir so schwergefallen, ein Fazit zu einer Reise zu ziehen. Lohnt sich ein Urlaub auf den Seychellen wirklich, oder sind die Inseln am Ende doch überbewertet? Meine Antwort liegt, wie so oft im Leben, irgendwo dazwischen – aber diese Mitte ist überraschend facettenreich.

🌴 Das Paradies, das man erwartet

Die Inseln, die ich besucht habe, sind ohne Frage von atemberaubender Schönheit. Hier findet man sie wirklich, die berühmten Postkartenmotive: sattes Grün, das sich über die Granitfelsen schmiegt, makellose Sandstrände und das türkisblaue Wasser. Die Menschen sind dabei ein durchweg freundlicher und herzlicher Begleiter. Wer die absolute Ruhe und unberührte Natur sucht, wird hier fündig.

💰 Die ungeschminkte Realität: Budget & Kulinarik

Eines muss man jedoch klar festhalten: Die Seychellen sind kein günstiges Urlaubsziel. Wer hierher reist, muss ein deutlich höheres Budget einplanen, sowohl für die Anreise als auch für die Ausgaben vor Ort.

  • Kulinarik: Wer asiatische Straßenküchen oder einfache, günstige Restaurants erwartet, wird enttäuscht. Die sogenannten Take Aways sind zwar preiswerter, bieten aber eher Fast-Food-Niveau. Internationale Küche gibt es, allerdings bewegen sich die Preise hier auf deutschem oder höherem Niveau (Getränke sind oft teurer als zu Hause!). Für ein Abendessen sollten 40 bis 50 Euro pro Person realistisch eingeplant werden.
  • Selbstversorgung: Die Auswahl in den kleinen Supermärkten ist begrenzt. Wer sich selbst verpflegen will, findet die beste Auswahl und Frische auf dem Wochenmarkt in Victoria.

🚗 Fortbewegung und Abenteuer

Das öffentliche Bussystem existiert, aber für maximale Flexibilität empfehle ich dringend ein Mietauto (ca. 50 bis 80 Euro pro Tag). Mopeds oder Roller sind für Touristen so gut wie nicht zu finden – ein deutlicher Unterschied zu vielen anderen tropischen Zielen.

Tipp für Aktivurlauber: Die Wanderwege auf den Seychellen sind wunderschön, sollten aber keinesfalls unterschätzt werden. Sie führen oft über erhebliche Höhenmeter und erfordern eine gute Kondition.

☀️ Wetter und Wind: Das solltest du wissen

Die Seychellen liegen nah am Äquator, was bedeutet, dass selbst in der Trockenzeit kurze, heftige Regenschauer typisch sind. Die Urlaubsregion wird von Monsun- und Passatwinden beeinflusst, was sich stark auf die Badebedingungen auswirkt:

  • Windrichtung beachten: Von Mai bis September weht der Wind aus Südosten, von Dezember bis März aus Nordwesten.
  • Folge: Während mein Strand perfekte Badebedingungen bot, herrschte an den Stränden im Südosten teils hoher Wellengang und Badeverbot. Informiere dich über die Hauptwindrichtung, wenn du eine Unterkunft buchst. Die windstille Übergangsphase im April und Oktober/November ist oft ideal.

✅ Würde ich wiederkommen?

Trotz der erwähnten Schattenseiten (die es in Form von vereinzelten Müllablagerungen und zugebauten Strandabschnitten leider auch hier gibt), war der Urlaub insgesamt wunderschön. Die Seychellen sind eine Erfahrung wert, besonders für Reisende, die bereit sind, für einzigartige Natur und Ruhe tiefer in die Tasche zu greifen.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, ein zweites Mal hierher zu reisen – dann aber definitiv mit Inselhopping und einigen Tagen auf den Inseln Praslin und La Digue!