Indonesien - Bali August 2024

Indonesien - Bali August 2024
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Tag 1&2 Anreise

Fast pünktlich geht es 10:16 Uhr in Leipzig los. Ankunft am BER , mit einmal Umsteigen am Berliner Hauptbahnhof, gegen 12:50 Uhr. Sollte genug Puffer bis zum Abflug 16 Uhr sein. 🤓

Heute muss ich die Deutsche Bahn mal loben. Die Verspätung wurde unterwegs aufgeholt, so habe ich sogar meinen ursprünglichen Zeitplan geschafft.

Mittlerweile ist es 12:35 Uhr. Das Gepäck ist abgegeben. Mit nur 19,4kg war mein Koffer leichter als erwartet. 😉🤏 Jetzt heißt es noch ein bisschen Zeit totschlagen bis zum Boarding um 15 Uhr. 😴

Sicherheitskontrolle zügig überstanden. Personal war sehr freundlich, inkl. kurzem Plausch übers Drohne fliegen. War nicht viel los, deshalb waren wahrscheinlich alle so entspannt.

Noch kurz Verpflegung holen... 😉

Und dann ab in den Flieger Richtung Doha. Flugzeit ca. 5:40h. Wo es heißt 4h Aufenthalt zu überbrücken, bevor es morgen 2:40 Uhr weiter nach Bali geht.

Auf zum Boarding...

Und los geht es...

Ortszeit 22:40 Uhr pünktlich in Doha gelandet. Flieger war nicht voll, so war der Platz in der Mitte frei. Wenn ich einen Platz reserviere dann meistens hinten Gang links oder rechts. So ist die Chance größer, dass der Platz in der Mitte frei bleibt und wenn ein Pärchen neben mir sitzt stören die eigentlich nie beim auf die Toilette gehen. 😉

Noch schnell durch die Sicherheitskontrolle, zum Glück musste man diesmal nicht wieder alles auspacken und dann heißt es auf das nächste Boarding gegen 1:40 Uhr Ortszeit warten.

Aber der Flughafen ist ziemlich groß, da kann man einiges an Zeit beim Bummeln verbringen.

Und wem es in Deutschland zu warm ist, empfehle ich keinen Urlaub in Katar.

Mit knapp 20 Minuten Verspätung geht es weiter nach Bali. Diesmal ist der Flieger bis zum letzten Platz ausgebucht. Die Hälfte der Zeit habe ich geschlafen und den Rest mit einigen Filmen aus der Mediathek verbracht. Qatar hat echt eine gute Auswahl und auch das Essen ist ziemlich gut. Gab zweimal warm und zwischendurch was zum knabbern. Leider haben die letzten zwei Stunden ein paar Kinder angefangen durchs Flugzeug zu turnen. Die Eltern hat's anscheinend nicht gestört - ich hatte schlimme Gedanken im Kopf. 🤬💣

Pünktlich 17:20 Uhr Landung in Bali. Auf zur Immigration und Gepäck abholen. Leider hatte ich es verpasst mein Visa vorher zu beantragen, daher hieß es ab in die Schlange und nochmal ca. 40 Minuten warten. Meine Empfehlung auf jeden Fall vorab online zu beantragen. Das Visa (VoA) kostet knapp 35 Euro. Dazu kommen noch ca. 10 Euro für eine Art Umwelt Abgabe für Bali. Kann man auch vorher online erledigen. Zum Schluss heißt es noch die Zollerklärung abgeben (auch am besten vorher online) und dann könnte man schon einreisen...wäre da nicht noch die Gepäckausgabe. Bei mir hat es über eine Stunde gedauert bis mein Koffer kam. Einige aus meinem Flieger standen sogar noch länger. Problem war u.a., dass zwei Flugzeuge auf einem Gepäckband ausgeladen wurden.

Naja 19:30 Uhr dann endlich alles erledigt und ab zum Hotel. Ein Taxi finden sollte kein Problem sein.

Ich wurde von zwei sehr netten Fahren abgeholt. Ich bin ja durch Thailand einiges gewöhnt aber der Verkehr hier toppt echt alles. Dreispurig, alle fahren wie sie wollen. Kreisverkehre haben gefühlt fünf Richtungen. Und dazwischen Mopeds, die einfach zwischen den Autos über alle Spuren fahren. Freue mich schon, mich hier in den Verkehr zu stürzen. 😆

Jedenfalls sind wir heil angekommen, mein Fahrer hat nur einmal geflucht und fünf mal gehupt. 😄 Heute heißt es nur noch im Hotel einchecken. Dann gucke ich mir noch schnell den Strand und die nähere Umgebung an und dann geht es ins Bett.

Einchecken ging schnell, das Gepäck wurde in der Zwischenzeit aufs Zimmer gebracht. Hotel liegt in eine ruhigeren Nebenstraße ca. 100 Meter vom Strand entfernt. Das Zimmer ist groß und echt schick.

Noch kurz ein bisschen die Beine vertreten und dann geht es ins Bett. Die lange Anreise macht sich jetzt doch bemerkbar. 🥱

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Tag 3

Der heutige Tag ist schnell erzählt:

  • Frühstück > kurzes Schläfchen
  • 10km Strandspaziergang > kurzes Schläfchen
  • Sonnenuntergang genießen
  • Abendessen mit kurzem Spaziergang durch die Stadt

Das tat gut und hat den Akku wieder aufgeladen. An die 5 Stunden Zeitverschiebung habe ich mich so auch schnell gewöhnt.

Die Sonnenuntergänge sind hier echt schön, leider hat zu diesem Zeitpunkt die Ebbe ihren Tiefststand (oder Höchststand? 🤔), so dass Baden nur schwer möglich ist.

Kuta Beach ist bei Surfern sehr beliebt was man auch an den unzähligen Surfschulen am Strand sieht. Mal gucken vielleicht probiere ich es auch mal aus.

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Tag 4

Im Urlaub nutze ich einen der ersten Tage gerne als Pool- oder Strandtag. Gerade, wenn man schön bleich aus dem deutschen Winter kommt, ist es nicht verkehrt sich vorsichtig vorzubräunen. Da ich diesmal aus Deutschland schon eine ordentliche Bräune mitgebracht habe, hieß es gut Eincremen und ab unter den Sonnenschirm an den Pool. Ein bisschen bewölkt war es auch - also was soll schon passieren... ☀️👍

Es kann zum Beispiel passieren, dass man einschläft. 🤔 Nunja, die Beine, die unterm Schirm vor geguckt haben und selbst der restliche Körper, der im Schatten lag, wiesen einen schönen roten Teint auf. 🦞 Dann heißt es morgen raus aus der Sonne und mit Aloe Vera pflegen. 😀 Aber wenigstens gut ausgeruht war ich. 😉

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Tag 5

Nach einer ziemlich kurzen Nacht, da der Körper geglüht hat, hieß es nach dem Frühstück ab ans Meer. Zum Glück war der Himmel bewölkt. Nach einem kurzen Mittagsschläfchen (hat eh geregnet) ab in die Stadt und was zum Abendessen suchen. Es ist echt krass was hier los ist. Und der Verkehr ist wahnsinnig, langsam grauts mir vor meinem ersten Roller Ausflug. 🥴

Abends noch lecker essen im Coco Bistro Kuta Square. Eine Suppe als Vorspeise und eine Pizza als Hauptgang. War sehr lecker und die Bedienungen ausgesprochen freundlich. Mit umgerechnet knapp 13 Euro nicht ganz günstig für balinesische Verhältnisse aber in Deutschland gibts dafür nicht mal ne Pizza.

Unglaublich scharfes Gewürz, zum Glück wurde ich vorher gewarnt. Eine Gabelspitze hat gereicht, um die Suppe ordentlich zu würzen. 🥵

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Tag 6

Heute heißt es einen Roller ausleihen und die Insel erkunden. Das Ziel soll der Tempel Pura Tanah Lot sein. Knapp 26km entfernt. Um die Ecke gibt es einen Verleiher mit ziemlich guten Bewertungen. Die Roller machten einen guten Eindruck, der Preis war mit 630.000 RP (~37€) für eine Woche okay. Also saß ich 10 Minuten später auf meinem Roller. Kurz nochmal zum Hotel, Sachen packen, schön Arme, Beine und Nacken eincremen und dann kann es losgehen. Der Liter Benzin kostet hier übrigens ca. 80 Cent. 😄

Nach den ersten Kilometern hatte man sich auch gut wieder an den Linksverkehr gewöhnt. Ich hatte ja schon viel über den Verkehr auf Bali gelesen aber was hier abgeht begreift man erst, wenn man selbst drin steckt. Alle fahren wie sie wollen, wo gerade Platz ist. Vor allem Roller fahren ohne Regeln und wenn man nicht mitmacht stellt man ein Verkehrshindernis dar. Es wird links überholt, wenn da kein Platz ist geht es auch gerne mal über die Fußwege. Zwischen den Autos wird gefahren, es geht von links nach rechts, jede freie Lücke wird genutzt. Bei Staus, die eigentlich an jeder Ampel oder Kreuzung sind ist das Chaos meistens noch größer.

Wenn man aus einer Ausfahrt kommt oder an einer Kreuzung mal in eine andere Richtung will, muss man einfach frech fahren sobald sich eine kleine Lücke auftut - sonst kommt man nie vorwärts. Vorausschauendes Fahren oder gegenseitige Rücksichtnahme fehlt hier völlig. Mir ist das in Thailand schon aufgefallen, sobald die Leute ins Auto oder aufs Moped steigen, legen sie ihre asiatische Freundlichkeit / Zurückhaltung und buddhistische Ruhe ab und verwandeln sich in komplett andere Menschen. Gewöhnt man sich an den Verkehr? Ich glaube nicht, ich hab's irgendwann einfach akzeptiert und mitgemacht, wie gesagt es bleibt einem auch nichts anderes übrig. 🥴😂 Nur das richtige Hupen habe ich noch nicht ganz verstanden. 🤔

Die Straßen der Insel sind für diese Massen an Verkehr überhaupt nicht ausgelegt. Man hat es einfach in den letzten Jahren verschlafen eine vernünftige Infrastruktur aufzubauen.

Roller fahren auf Bali

Wer Bali bereist, kommt an einem Fortbewegungsmittel nicht vorbei: dem Roller. Er ist das Symbol für Freiheit, Abenteuer und die schnelle Verbindung von A nach B – zumindest in der Theorie. Ich habe mich selbst in das Getümmel gestürzt und möchte meine Erfahrungen, Tipps und die unschminkte Wahrheit über das Rollerfahren auf der Insel der Götter mit euch teilen.

🌟 Mythos Freiheit: Darum lieben wir den Roller

Warum schwören alle Bali-Reisenden auf den Roller? Ganz einfach:

  1. Maximale Flexibilität: Es gibt kein besseres Gefühl, als einfach loszufahren, einen versteckten Warung zu entdecken oder spontan an einem Reisfeld anzuhalten.
  2. Kostenfaktor: Mit Mietpreisen von oft nur 5 bis 7 Euro pro Tag ist der Roller unschlagbar günstig. Das Tanken ist ebenfalls sehr preiswert.
  3. Die einzige Option im Stau: Im chaotischen Verkehr ist der Roller das einzige Fahrzeug, das sich durch die Engpässe schlängeln kann (auch wenn es trotzdem Stunden dauern kann).

🚦 Die harte Realität: Chaos, Stau und Stress

Leider ist die Praxis, besonders im touristischen Süden (Kuta, Seminyak, Canggu), weit entfernt vom Postkarten-Idyll.

1. Der Verkehr: Eine endlose Welle

Der Verkehr auf den Hauptstraßen ist schlichtweg brutal. Was in Asien oft als "geordnetes Chaos" bezeichnet wird, fühlt sich auf Bali oft nur wie "Chaos" an.

  • Keine Regeln: Verkehrsregeln sind eher Vorschläge. Es wird ständig gehupt (meist freundlich zur Ankündigung), von links und rechts überholt und in alle Lücken gefahren.
  • Reisezeit vs. Distanz: Plant für 10 Kilometer gerne 30 bis 40 Minuten ein – und das mit dem Roller! Im Auto sitzt man oft noch länger fest.
  • Die Roller-Horde: Man fährt nicht allein, sondern ist Teil eines riesigen, fließenden Stroms aus Hunderten von Rollern, die sich wie eine Flüssigkeit durch die Straßen bewegen.

2. Sicherheit geht vor

Ein Sturz auf Bali ist kein Kavaliersdelikt. Neben den offensichtlichen Verletzungsrisiken drohen hohe Arztkosten.

  • Der Helm: Tragt ihn immer! Und zwar nicht nur den halboffenen Standard-Eierschalenschutz, sondern einen vernünftigen Helm, den ihr oft gegen eine kleine Gebühr beim Verleiher verlangen könnt.
  • Keine Flip-Flops: Offene Schuhe, Shorts und Trägershirts sind die Standardkleidung, aber im Falle eines Sturzes habt ihr keinen Schutz. Tragt zumindest geschlossene Schuhe und lange Kleidung bei längeren Fahrten.
  • Internationaler Führerschein: Offiziell braucht ihr einen internationalen Führerschein in Kombination mit eurem Motorradführerschein. Achtet darauf, diesen dabei zu haben, um unnötige Diskussionen mit der Polizei zu vermeiden.

🔑 Meine 5 Survival-Tipps für Rollerfahrer auf Bali

Du willst es trotzdem wagen? Großartig! Mit diesen Tipps behältst du die Nerven und kommst sicherer ans Ziel:

  1. Der Flow-Gedanke: Werde Teil des Stroms. Zögern ist gefährlicher als klares, fließendes Fahren. Pass dich der Geschwindigkeit der Masse an und nutze deine Hupe, um dich bemerkbar zu machen.
  2. Augen auf die Straße: Schlaglöcher, Kies, Sand, kreuzende Hunde oder Hühner – die Fahrbahn auf Bali hält ständig Überraschungen bereit. Sei immer aufmerksam.
  3. Lange Strecken meiden: Buche deine Unterkünfte strategisch. Wenn du von A nach B musst (z.B. von Kuta nach Ubud), nimm lieber ein Taxi oder einen privaten Fahrer. Der Roller ist ideal für Ausflüge im Umkreis von maximal 30 Minuten.
  4. Im Inland entspannen: Je weiter du dich von den Hotspots im Süden entfernst (z.B. in Richtung Nord-Bali, Munduk oder Amed), desto entspannter wird der Verkehr. Hier entfaltet sich die wahre Freude am Rollerfahren.
  5. Parken und Eintritt: Fast überall (Tempel, Strände, Wasserfälle) wird eine kleine Parkgebühr und/oder ein Eintritt fällig. Hab immer Kleingeld (IDR 2.000 bis 10.000) parat, um unnötige Wartezeiten zu vermeiden.

✨ Fazit: Der Roller als Spiegel des Bali-Erlebnisses

Rollerfahren auf Bali ist wie die Insel selbst: faszinierend und anstrengend zugleich.

Es ist die beste Art, wirklich hinter die Kulissen zu schauen und das Land auf eigene Faust zu entdecken. Gleichzeitig ist es eine extreme Herausforderung für alle, die keinen extrem dichten Verkehr gewohnt sind. Sei dir der Risiken bewusst, fahr vorsichtig, aber lass dir den Spaß nicht nehmen.

Nunja, man sollte ca. eine Stunde für 20km einplanen. Mit dem Auto wahrscheinlich noch länger, da man sich nicht an den Staus vorbei drängeln kann.

So kam ich dann nach knapp 1:15h beim Tempel an. Eintritt 75.000 RP (~4€). Alles sehr touristisch, auf dem Weg zur Tempelanlage läuft man durch Einkaufsstraßen.

Leider wurde an den Tempeln gebaut, so dass man nirgendwo reingekommen ist aber die Anlage ist echt schön. Zum Drohne fliegen war es leider zu windig.

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Okay, ab auf den Roller. Das Ziel ist es vor dem Sonnenuntergang wieder am Hotel zu sein. Gefühlt war der Verkehr sogar noch schlimmer. Ich glaube 10.000 Balinesen machen den ganzen Tag nichts anderes, als permanent um die Insel zu fahren, anders kann ich mir das hier alles nicht erklären. 😉 Zumal man nur wenige Touristen auf Rollern sieht. Naja, ich hab's akzeptiert und hatte manchmal sogar meinen Spaß (schlummert da etwa, etwas Böses in mir?! 😂).

Man muss aber die ganze Zeit extrem aufmerksam sein und darf auf keinen Fall leichtsinnige werden. Das macht das Fahren sehr anstrengend und dementsprechend kam ich auch ziemlich kaputt im Hotel an. Alles klebt und auf der Haut ist eine Schicht aus Staub und Abgasen. Ich hätte mir doch eine FFP2 Maske einpacken sollen (hier würde sie wenigstens was nutzen). 😉

Zum Abendessen in ein richtiges Restaurant gehen hatte ich keine Lust mehr. So habe ich mir dann mal die ursprüngliche balinesische Küche gegönnt. Gar nicht viel anders als Zuhause. 😂

Aber gut so negativ wie das alles oben klingt war es dann doch nicht. Und da ich Fan von alleine losziehen bin, sind Taxis und Tourguides keine Alternative für mich. Daher heißt es morgen wieder auf den Roller. 😀🛵

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Tag 7

Nach dem Tipp einer Freundin ist das Ziel heute der Grudugan Wasserfall. 55km entfernt. "Bist du eigentlich völlig irre(!), hast du aus gestern gar nichts gelernt?". Das waren die Gedanken, die mir beim Frühstück durch den Kopf gingen. 😂

Anscheinend nicht, denn nach dem Frühstück hieß es packen und wieder ab auf den Roller. Als zweites Ziel des Tages sollte es noch in den Monkey Forest gehen aber dazu nachher mehr. Über den Verkehr habe ich gestern ausführlich geschrieben, das "Erlebnis" war das selbe. Irgendwann ging es dann weg von der Hauptstraße, der Verkehr wurde weniger und das Bali, wie ich es erhofft habe hat sich gezeigt. Alles schön grün, vorbei an Reisfeldern und durch kleine Dörfer. Hier hat das Fahren richtig Spaß gemacht.

Der Wasserfall wurde erst vor ein paar Monaten für Touristen geöffnet. Daher ist sehr wenig los - man könnte ihn echt als Geheimtipp bezeichnen. Eintritt sind 20.000 RP (~1,15€).

Kurz ein paar (steile!) Stufen runter und dann kommt man in eine Art Canyon durch den ein flacher Fluss fließt. Nach ein paar Engstellen und ein paar kleinen Wasserfällen kommt man dann zur Hauptattraktion. Schon beeindruckend.

Danach sollte es noch zum Monkey Forest gehen. Da er grob in die Richtung nach Hause liegt. Obwohl es bis dahin nur 21km sind hätte die Fahrt bis dahin wieder über eine Stunde gedauert und laut Google ist dort nur bis 17 Uhr offen. Das würde alles ziemlich knapp werden. Ich habe für mich jetzt beschlossen, für den Rest des Ulraubs, immer nur eine Sehenswürdigkeit pro Tag anzufahren.

Fast pünktlich zum Sonnenuntergang wieder im Hotel. Duschen und was zum Essen suchen. Der Magen knurrt, Moped fahren macht hungrig. 😋

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Tag 8

Nach zwei Tagen auf dem Moped und 180km habe ich mich dafür entschieden einen Pooltag zu machen. Morgen soll es dann mal in den Süden der Insel zu ein paar Stränden gehen. Hoffentlich kann ich dort endlich mal die Drohne steigen lassen.

Abendessen in einem Warung am Strand um die Ecke, war sehr lecker und mit rund 100.000 RP (~6€) sehr günstig.

Nach einem Verdauungsspaziergang am Strand und einem Eis 😋 ging es zurück ins Hotel.

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Tag 9

Heute wollte ich mir ein paar Strände ansehen. Die Strecke sollte einmal um den Zipfel im Süden führen. Dafür hatte ich mir den ganzen Tag eingeplant. Also Fotoapparat und Drohne eingepackt und los ging es.

Erstes Ziel war der Srilanke Beach. Bei Ebbe nicht gerade spektakulär aber schön zum Spazieren gehen. Die Sonne hat aber so heftig geknallt, dass ich es hier nicht lange ausgehalten habe.

Dafür war der zweite Pura Geger Beach umso schöner. Eintritt und Parkgebühren 7000 RP (~0,40€). Der Strand scheint noch recht unbekannt zu sein, da nur eine Handvoll Leute da waren. Zusätzlich ist er nur bei Ebbe benutzbar. Hier habe ich ein paar Stunden verbracht und konnte endlich mal die Drohne steigen lassen.

Danach ging es noch zu einem Strand im Südwesten, der aber nichts besonderes war und aufgrund der recht fortgeschrittenen Zeit ging es wieder nach Hause. Abendessen und Spaziergang und dann ab ins Bett.

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Tag 10

Heute habe ich mir mal wieder einen Tag Pause gegönnt und ihn am Pool und am Strand verbracht - lesen, sonnen - einfach nichts tun. Abends gab es lecker essen und ein wenig Kultur.

In einer Mall hatte ich noch einen Spielbereich für Kinder entdeckt. Nach zwei Minuten hatte ich Kopfschmerzen von der Reizüberflutung aber interessant mit was die Kindern hier spielen sollen. 😉

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Tag 11

Heute wird es affig - also ab in den Monkey Forest. Knapp 80km heißt es zu fahren.

Der Monkey Forest liegt in Ubud und ist ein Stück Dschungel mitten in der Stadt. Die Affen können dort frei herum laufen und werden von den Pflegern gefüttert. Eintritt 100.000 Rp (5,80€) + Parkgebühren von 3000 Rp (0,20€).

Der Park ist gut besucht aber sehr schön. Dass es sich um wilde Tiere handelt scheinen manche Besucher zu vergessen. Für ein Selfi geht man dann gerne mit dem Gesicht nah an die Tiere ran oder versucht sie sogar zu streicheln. Das dann einige Affen angegriffen oder die Zähne geflescht haben ist nicht weiter verwunderlich. Überall hängen Warnschilder - naja Touristen halt. 😐

Alle paar Stunden gibt es noch eine balinesische Tanzvorführungen im Park. Ich hatte das Glück und war zum richtigen Zeitpunkt dort.

Danach hieß es wieder nach Hause. Laut Navi würde ich es diesmal wohl nicht vor Sonnenuntergang schaffen. Naja egal, trotz fast 4h auf dem Moped hat es sich gelohnt. 😉

Morgen ist der letzte Tag mit dem Moped. Im Süden gibt es eine große Statue, die ich mir ansehen möchte und im Anschluss vielleicht noch ein, zwei Strände besuchen.

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Tag 12

Der Tag ist kurz erzählt. Nach dem Frühstück ging es zur Garuda-Wisnu-Kencana-Statue. Naja, das Moped habe ich noch geparkt bekommen (5000 RP, ca. 0,30€). Zum Ticket kaufen für den Shuttlebus war ich dann zu blöd. Irgendwie konnte man es online buchen. Da die Sonne ordentlich geknallt hat, hatte ich keine Lust und bin kurzentschlossen weiter zu einem Strand gefahren und zwar der Melasti Beach Ungasan.

Eintritt 12.000 RP (~0,70€). Bis auf eine große Baustelle war er echt schön, so dass ich hier den Nachmittag verbracht habe.

Auf den Straßen war leider wieder die Hölle los, so dass ich für die nur 30km knapp 2:30h gebraucht habe. 🥴

Abends wieder gut essen gehen. Morgen brechen schon die letzten beiden Urlaubstage an. 😐

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Tag 13&14

Die beiden letzten Tage habe ich genutzt um meine Bräune zu vervollständigen und bin zwischen Pool und Strand gependelt. Ich hab's in dem Urlaub endlich mal wieder geschafft 1,5 dicke Bücher zu lesen.

Am Abend des letzten Tages heißt es nochmal gut Essen gehen, dass restliche Geld ausgeben und Koffer packen.

Wärend ich diese Zeilen schreibe sitze ich schon auf dem Flughafen und warte auf das Boarding.

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Tag 14&15 Rückreise

Los geht es hier 1:05 Uhr. Bis Doha sind es ca. 9:35h Flug. Dort geht es dann 8:55 Uhr weiter und nach weiteren 6h Flug sollten wir gegen 13:55 Uhr in Berlin landen. Wenn alles gut geht bin ich gegen 18/19 Uhr wieder zu Hause.

Fazit Bali: Zwischen Instagram-Mythos und Verkehrskollaps

Nach zwei Wochen auf der "Insel der Götter" ist es Zeit für ein ehrliches Urteil. Mein Fazit: Bali und der Urlaub haben mir gefallen, auch wenn der Reisebericht an einigen Stellen vielleicht negativer klang, als es sich im Gesamten anfühlte.

Kann ich Bali uneingeschränkt empfehlen? Meine persönliche Antwort ist ein klares "Jein". Und das liegt vor allem daran, wie ich meinen Urlaub gerne gestalte.

🛑 Die Schattenseiten: Ein Realitäts-Check

Meine übliche Strategie – ein oder zwei Basishotels und Tagesausflüge mit dem Roller – ist auf Bali fast zum Scheitern verurteilt.

  • Der Verkehrskollaps: Der Hauptgrund dafür ist der extreme Verkehr. Für 20 Kilometer muss man im Süden locker eine Stunde einplanen; mit dem Auto eher noch länger. Spontane Ausflüge ans andere Ende der Insel? Fast unmöglich, wenn man nicht den ganzen Tag im Stau verbringen will.
  • Menschenmassen und Eintritt: Viele touristische Hotspots sind heillos überlaufen. Auch die Tatsache, dass an jedem Strand, den ich besucht habe, ein kleines Entgelt fällig war, war auf Dauer nervig – auch wenn es nur ein paar Cent waren.
  • Dreck und Dichte: Der Verkehr, die Menschenmassen und der leider oft sichtbare Dreck haben mein Urlaubsempfinden im Süden leider merklich getrübt.

Wichtig: Diese Eindrücke spiegeln primär den touristisch geprägten Süden wider. Ich bin überzeugt, dass es im Norden Balis noch viele wunderschöne, ruhige Flecken gibt – sie sind nur von Kuta aus nicht mal eben zu erreichen.

✅ Die Sonnenseiten: Balis wahre Stärken

Trotz der Hürden gibt es zwei Dinge, die ich unbedingt positiv hervorheben muss:

  1. Die Balinesen: Die Menschen hier sind unglaublich freundlich und zuvorkommend. Ihre Herzlichkeit ist ein echter Lichtblick.
  2. Das Essen: Die indonesische Küche ist sehr lecker und, wenn man in den authentischen, lokalen Warungs isst, auch sehr günstig.

🧐 Für wen ist Bali das richtige Reiseziel?

In 14 Tagen habe ich nur einen kleinen Teil der Insel gesehen und maße mir kein Expertenwissen an. Aber basierend auf meinen Erlebnissen, würde ich Bali folgenden Gruppen empfehlen:

Influencer/Instagrammer: Perfekte Kulissen, tolles Licht – die Jagd nach der Story geht hier in die nächste Runde.

Durchgeplante Rundreisende: Wer sich auf feste, mehrtägige Stopps einlässt (z.B. Ubud, Gili, Nord-Bali), umgeht den täglichen Verkehrsstress.

Partygänger: Im Süden findet man jede Menge Auswahl, um ausgelassen zu feiern.

➡️ Mein persönlicher Tipp: Schau nach Thailand

Und dem Rest? Denjenigen, die entspannte Tagesausflüge, kilometerlange, leere Strände und eine gute Infrastruktur suchen, rate ich: Probiert es lieber mit Thailand.

  • Vorteile Thailand (im Vergleich): Man spart sich mindestens 4 Stunden Flugzeit, die Hotels sind oft günstiger, das Essen ist genauso lecker, und die Menschen sind ebenso freundlich. Man findet dort noch menschenleere Strände und kann den Trubel wählen, anstatt ihm ausgeliefert zu sein.

🌟 Fazit des Fazits

Letztendlich muss jeder für sich entscheiden. Meine Intention war es, mit diesem ehrlichen Bericht zu zeigen, dass nicht alles auf Bali so makellos ist, wie es auf Instagram und in Hochglanzmagazinen dargestellt wird. Es ist ein wunderschöner, aber anstrengender Ort.

Komme ich wieder? Wahrscheinlich nicht nach Bali selbst. Aber die Region hat mich begeistert. Wenn, dann reise ich das nächste Mal nach Lombok oder auf eine der anderen umliegenden Inseln, um die Ruhe zu finden, die ich auf Bali vergeblich gesucht habe.